Tom KoeselMy private Gravenhorst
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Für sein Stipendiumsprojekt hat Tom Koesel ein Atelier im Westflügel des DA Kunsthauses in ein Aufnahmestudio verwandelt. Das Mobiliar stammt aus den sechziger Jahren und wurde gespendet. Die Interviewpartner*innen kamen hier ins Kloster, wurden von Tom Koesel aber auch vor Ort besucht.
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Frau Müller und ihre Tochter hören hier gerade einige Geschichten ab, die in früheren Interviews bereits aufgenommen worden waren. Beide stellen fest: Die Erinnerungen sind nicht immer deckungsgleich.
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Ortsterminen bei Eduard Meyer: Anhand von Fotoalben und aufgefrischten Erinnerungen geht es im Wohnzimmer weit zurück in die sechziger Jahre. Zu Wagenladungen von Pferdemist für die Champignonzucht und zu Reinhard Mey, mit dem Eduard Meyer damals über einen Verkauf des Klosters verhandelt hatte.
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Eine schwarz-weiss Aufnahme aus dem Meyerschen Fotoalbum zeigt zwei schnittige 50-er Jahre Limousinen, die im verschneiten Innenhof des Klosters hintereinander parken, so als ob man gerade zum sonntäglichen Kaffeetrinken zu Besuch wäre.
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Parallel zur Recherche in Schulen, Altenheimen und lokalen Geschäften wurden auch Fragekarten verschickt und verteilt. Hier eine Gruppe von Klosterbesuchern mit dem stellvertretenden Landrat Bernhard Hembrock (links), der für das Projekt immer offene Ohren und gute Tipps hatte.
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Herr Wiesner hat nach dem Krieg an der Säge in der Klostermühle gearbeitet und in Hörstel eine neue Heimat gefunden.
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Zum jährlichen Schützenfest wurden für die Teilnehmer*innen des Audio-Workshops an der Realschule Hörstel T-Shirts gedruckt. Auf den T-Shirts wurde gefragt: „Erinnern Sie sich, was DA war?“ und so konnten neue Kontakte für Interviews geknüpft werden.
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Bei manchen Gesprächen ging es weit zurück bis in die Kriegszeit.
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Im Foyer des Kunsthauses konnten Besucher*innen der 750-Jahr Feier zum Bestehen des Klosters Gravenhorst kleine Audioguides mit den 100 Gravenhorst-Geschichten ausleihen und auf einer Monitorstehle Texte und Bilder zum Projekt abrufen.
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Auf dem ganzen Klosterareal konnten Besucher*innen der 750-Jahr Feier die gelben Markierungs-Pylone finden und nach Eingabe der jeweiligen Nummer am Originalschauplatz hören, was hier vor langer Zeit geschehen war....
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....und manch eine hat daraus ein Hörpicknick gemacht.
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Nach Abschluss der Stipendiumsphase war Tom Koesel zu Gast bei Ralph Erdenberger in der WDR-Sendung „Neugier genügt“. Hier wurde mit ausgewählten O-Tönen darüber gesprochen wie man verschlossene Westfalen zum Reden bringt und was Besucher des DA Kunsthauses bei einer Audiotour in Gravenhorst erwartet.